„Unwichtige“ Ziele im Leben erreichen

Mein Freund – nennen wir ihn Hartmut – erzählt mir vor Langem von seinen Schwierigkeiten, weil sein Beruf ihn so sehr beanspruche, dass er im Grund gar nicht mehr wisse, wie er seine Freizeit verbringen sollte. „Freizeit“ sei unwichtig geworden, langweilig … er wisse nichts mehr damit anzufangen. Für ihn sei das Leben nur mehr Beruf, doch die Arbeit, die sein Beruf ihm abfordere, mache ihm immer weniger Freude und er empfinde sie immer mehr als erdrückende Belastung. Was könne er tun?

Ich hatte ihm damals geraten, sich doch „die Erfolgsfibel“ herab zu laden, darin ein Kapitel pro Tag (und möglichst nie mehr als das) zu lesen, und die im Kapitel behandelten Gedanken ganz gezielt mit seinem Alltag und Leben zu vergleichen. Oh … das war ziemlich „harter Tobak“ (also etwas, was einem den Atem verschlägt) für meinen Hartmut! Aber … er hat ja in seinem Leben gelernt, hartnäckig und ausdauernd zu sein (wie er mit berichtete).

Mein Freund sagte mir offen, dass es ihm recht schwer gefallen war, alleine auf sich gestellt, sich mit diesen „esoterischen“ Gedanken zu befassen, aber irgendwie spürte er, dass seine Ansichten sich stetig, wenngleich nicht radikal, änderten und sein Leben leichter wurde. Er sah einfach in vielen Problemen des Alltages, die ihm früher bloß einen Weg heraus erkennen ließen („keine Wahl gelassen hatten“), immer mehr Alternativen, zwischen denen er wählen konnte, und bei denen er spürte, dass der Einsatz seiner Intelligenz ihn stärkte und zufrieden machte.

An einer Sache aber änderte sich fast nichts: Er war immer noch so fixiert auf „Arbeit“, dass er – jetzt zusätzlich durch die „Arbeit“ an seiner persönlichen Entwicklung eingespannt – keinen Sinn für Freizeit entwickeln konnte.

In unseren Gesprächen kam heraus, dass er sich selbst gar nicht als „Müßiggänger“ vorstellen konnte … für ihn war Leben gleich Arbeit und nur in der Arbeit fühlte er sich lebendig.

Als ich ihn fragte, als was (also: als welche Persönlichkeit) er sich selbst sähe und beschreiben würde, meinte er, er sein ein „verlässlicher Angestellter“, der sich zu 100% für seine Aufgaben einsetzt. Er täte dies freiwillig und aus „innerer Berufung“, und könnte sich gar nicht vorstellen, keine Aufgaben zu haben.

Als ich ihn fragte, wie er sich sein Leben vorstelle z.B. als Pensionist (bzw. Rentner), merkte man deutlich sein Ungemach: Daran wollte er gar nicht denken!

Ich machte ihm den Vorschalg, dass wir gemeinsam eine „Vision“ für seine Freizeit (oder die Zeit im Ruhestand) ausarbeiten könnten, die er an jedem freien Tag (oder so, jedenfalls oft) betrachten und bedenken, und als Einleitung zur Gestaltung seines freien Tages nützen könnte, willigte er ein. Im Verlauf von einigen Monaten kam (mit einigem Coaching) die folgende Vision für ihn heraus:

Ich bin ein freier Mensch in seiner Freizeit und ohne berufliche Pflichten
Ich nehme wahr, fühle, denke, entscheide und handle als lebensfroher freier Mensch;
ich genieße das Leben, meine Freizeit und die Möglichkeiten, die sich mir bieten.
Ich bin stolz und dankbar, als freier Mensch zahllose Wahlmöglichkeiten zu haben;
Ich bin stolz, als freier Mensch meine Möglichkeiten sinnvoll zu nutzen.  
Ich beschließe, einen großartigen, erholsamen Tag zu gestalten und mich zu lieben wie ich bin.
Ein großartiger Tag gelassenen Unbeirrtseins, genussvoller Aktivität und Muße steht mir bevor,
und wenn etwas in mir mich daran hindern könnte, dann will ich es jetzt komplett loslassen:

Egal ob unterdrückt, verdrängt, vergessen oder gar nicht mehr bewusst,
ob eine Verletzung, ob Schmerz, Ärger, Wut oder Abneigung,
ob Angst oder Scham, eine Verlegenheit oder ein früherer Beschluss,
es könnte auch ein Vorurteil, eine Gewohnheit, eine oktroyierte Meinung oder Ansicht,
etwas, das ich glaube oder eine nie geprüfte Annahme sein:
Ich beschließe, jede Ursache für ein vermindertes Selbstwertgefühl oder eingeschränkte Freiheit im Denken
und alles was mich hindern könnte, heute meine Freizeit zu genießen und erfreulich zu gestalten, loszulassen.
Ich fühle mich in der Einheit von Körper, Geist und Verstand wirklich großartig
und ich weiß, dass es mir zusteht.

Ich gebe jede von mir verursachte Beschränkung meiner Entwicklungsmöglichkeiten auf;
ich entlasse jeden einschränkenden, abwertenden Gedanken oder Glauben und jede solche Einstellung;
ich entlasse alles Verbleibende, das mich hindern könnte, meinen freien Tag zu genießen;
und ebenso entlasse ich alles, was mich hindern könnte, einen großartigen Tag zu haben.
So kreiere ich zielbewusst einen wundervollen, erholsamen Tag;
einen Tag, an dem ich mein Leben, meinen Körper und meine Möglichkeiten richtig genieße.
Ich sehe mich als freier, das Leben in vollen Zügen genießender Mensch.
Ich bin stolz auf mein Sosein, auf meinen Körper und das, was ich mit meiner Freizeit anfange.
Ich kreiere heute ich einen großartigen Tag voll Liebe, Kreativität, Zuversicht und Dankbarkeit.

Er kam vielleicht alle zwei oder drei Wochen, wenn er mit einer Formulierung bzw. Aussage nicht mehr ganz einverstanden war. So hatten sich diese drei Abschnitte aus ursprünglich nur einem Absatz mit sehr viel „unschärferen“ Aussagen entwickelt. Hartmut las seine jeweilige Vision an den Vorabenden und Morgen seiner freien Tage aufmerksam durch und überlegte, was davon er für den Tag zu „seinem Tagesthema“ bestimmen würde.

Hartmut tut das immer noch, hat aber seit mehreren Monaten am Wortlaut nichts mehr verändert. Er sagt, er fände jetzt jeden freien Tag eine Aussage, die ihn völlig anspreche und die er als Motto für den freien Tag wählen würde. Innerhalb einige Monate habe er mit Hilfe dieser „Vorabend- und Morgenbetrachtung“ gelernt, tiefe Freude aus seinem Leben zu gewinnen und auch seine Freizeit zu genießen. (Auch seine erotischen Ansprüche und Neigungen seien wieder erwacht.)
Muss ich berichten, dass das Gespräch mit Hartmut eine Person offenbarte, die sichtlich Lebenfreude ausstrahlte?

Vielleicht findet sich der eine oder andere Leser diese Beitrags, der eine ähnlichen Weg hinter sich gebracht hat und an einem Punkt angekommen ist, an dem er so nicht weitergehen will. Und vielleicht bringt er oder sie dann den Mut auf, dieses Denkschema aufzugreifen, mit oder ohne Hilfe Dritter seine ganz auf ihn (/sie) bzw. seine (/ihre) Lebenssituation zugeschnittene Betrachtung zu formulieren und sich wirklich darauf einzulassen:

Einzulassen auf das aufmerksame Lesen, das Betrachten und Überlegen, das Auswählen einer sinnvollen Aussage über einen Seinszustand, der zu diesem Zeitpunkt wirklich erstrebenswert erscheint, und den Entschluss, zumindest diesen einen Tag lang so weitgehend wie (ohne übermäßigen Kraftaufwand) möglich auch tatsächlich zu leben.

Wer sagt, dass nicht jedem Mutigen etwas gelingen könnte, was meinem Freund Hartmut gelang?
Wer, meinen Sie, ist die „einzig bestimmende Kraft“ in Ihrem Leben?
Nur Mut, versuchen Sie’s … Sie gehen kein Risiko ein! Höchstens das, eines Tages zu erkennen, dass Sie allein der Architekt Ihres Lebens waren, der alle wichtigen Aufgaben anderen überlassen hat. Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Ihnen diese Einsicht erspart bleiben möge, dafür aber die Erkenntnis reift, ein großartiger Architekt zu sein!

Und ich wünsche Ihnen für das gerade „geborene“ junge Jahr das Beste, vor allem Gesundheit und unbändige Freude am Leben!
Helmut W.Karl
(c) Copyright 2012

Eine Äußerung zu „„Unwichtige“ Ziele im Leben erreichen“

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