Wichtige Ziele im Leben erreichen

Viele Menschen tun sich schwer damit, Ziele zu erreichen, die sie sich nach reiflicher Überlegung als „wichtiges Ziel“ gesetzt haben. Obwohl die Frage, was denn nun eigentlich ein Ziel genau ist, auch ein wesentlicher Aspekt dieses Vorhabens ist, widme ich den heutigen Beitrag einem anderen Aspekt der Zielsetzung.

Vielleicht ist es nicht Anhieb klar, dass es ganz gar nicht egal ist, „wer“ ein Ziel setzt, und „wer“ es erreichen will und soll. All zu leicht nehmen wir ohne einen weiteren Gedanken an, es sei ja klar: ICH bin es, der sich ein Ziel setzt, der es erreichen will und soll.

Wie viele Menschen sind sich klar darüber wer sie tatsächlich – also in ihrer Wirkung auf die Welt und auf ihre Umgebung – sind?

Wir sind gewöhnlich viel zu rasch bereit, gerade über diese „Kleinigkeit“ oberflächlich zu hüpfen wie ein Kind über die Felder beim Tempel hüpfen.

Erinnern Sie sich, dass Sie jemals gewissermaßen als „Erkenntnis“ bei Einsicht eines Fehlers ausriefen „O Gott, was bin ich dumm!“? Wer denkt in diesem Augenblick daran, dass der Gedanke und die Aussage „ich bin …“ eine der stärksten Kräfte in der Welt der Beschlüsse und des Geistes ist?

Ein wahrer Beschluss schafft nicht nur Tatsachen, er schafft auch das gesamte Umfeld seiner selbst, um die beste Voraussetzungen zu seiner Verwirklichung zu schaffen.

Dieser Aspekt des „ich bin …“ war der eigentliche Anfang der „Transformation“ meines Freundes Hartmut zum erfolgreichen Unternehmer und glücklichen Menschen. Im Beitrag über „unwichtige Ziele im Leben“ habe ich nur den jüngst zurück gelegten Abschnitt in Hartmuts Leben beleuchtet.

Hier greife ich den fast ersten Abschnitt meiner Begleitung auf seinem Lebensweg auf.

Hartmut hatte damals meine „Erfolgsfibel“ erworben und berichtete mir damals, dass er schon früh aufgegeben habe, sich auf die Verwirklichung seiner Ziele einzustellen und zu freuen. Im Grunde konnte er die Informationen  der „Erfolgsfibel“ nicht mit seiner persönlichen Lage im Einklang bringen und wirksam anwenden.

Seine Überzeugung, dass er eben in bestimmten Grenzen gefangen sei, war (für mich deutlich erkennbar) der eigentliche Grund für seine Erfolglosigkeit. Er berichtete mir etwas bedrückt, dass offenbar keine noch so gute „Affirmation“ (wie es von vielen Gurus empfohlen wird), irgend eine Wirkung für ihn erziele.

Wir setzten daher an dem Punkt an, wie er seine persönliche Lage einschätzte und was er denn eigentlich wirklich erreichen wollte.

Mit viel Kommunikation und Coaching kamen wir zu einer Aussage darüber, wie er sich selbst sah (oder sehen wollte), die bestimmte (von mir vorgegebene) Merkmale erfüllte, und der er zustimmen konnte. Sie lautete in etwa:

Ich bin der verantwortliche Leiter meines Unternehmens, das Gewinne erzielen muss.

Es war etwas aufwendig, ihn zur Einsicht zu bringen, dass dies keine „Affirmation“ ist, sondern eine klare Definition seines Zieles. Meine Aufgabe an ihn lautete (in etwa):

  • Nimm Dir täglich am Morgen mindestens 30 Minuten zusammenhängende Zeit, um diese Aussage zu „kontemplieren“ und zu betrachten. Zerlege sie in ihre Teil-Aussagen und betrachte (bedenke) diese nach folgenden Gesichtspunkten, wobei Du täglich alle Überlegungen nieder schreibst.
  • Deine Formulierung enthält z.B. die Teilaspekte „verantwortlicher Leiter“, „mein Unternehmen“, „Gewinn erzielen“ … Diese betrachte einzeln und im Verbund.
  • Benutzt dazu eine Software wie „AllMyNotes Organizer“ (Sprache wählen!), mit der Du Deine Aufzeichnungen in Form eines Journals täglich speichern, erweitern, modifizieren oder erneuern und verschlüsselt speichern kannst. Änderst Du eine frühere Aufzeichnung, kopiere sie in den neuen Journalantrag und ändere sie da … lasse alle einmal erstellten Einträge im Journal unverändert stehen!
  • Nimm zu dieser Zeit an, Du seist bei deinem Rabbi, Pfarrer, Beichtvater, Mentor, Schöpfer, Erlöser, Guru oder sonst einer Entität, der Du uneingeschränkte Ehrlichkeit zugesichert hast.
  • Die Frage kommt von dieser Entität und Du sollst sie so wahr beantworten, wie es Dir möglich ist. („Wahr“ heißt hier nicht „objektiv wahr“, sondern so genau wie möglich, wie du sie als wahr ansiehst!)

Und dies sind die Fragen, die Du beantworten sollst:

  1. Was bedeutet diese Forderung/Erwartung/Aussage für dich selbst?
  2. Warum wünschst, möchtest und erhoffst du es? (Achte auf „Mittel zum Zweck“ – es ist der Zweck, nicht das Mittel! Geld zum Beispiel ist niemals ein Zweck, sondern immer nur ein Mittel – etwa, um eine gemietete Wohnung zu haben.)
  3. In welchem Grad ist das Erwünschte und  Erhoffte angenehm oder erstrebenswert, bzw. welchen Lustgewinn soll es dir bringen?
  4. Für den Fall, dass diese Forderung/Erwartung/Tatsache nicht möglich wäre (nicht verwirklichst würde): Was fürchtest du, wovor ängstigst du dich insgeheim? Was suchst du dir selbst oder anderen zu verheimlichen?
  5. Warum ängstigst, fürchtest du dich davor, also welche Sorge, Last suchst du zu vermeiden?
    1. In welchem Grad wäre das unangenehm?
    2.  Wie wird die Situation wirklich sein, wenn das Befürchtete eintritt?
  6. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es überhaupt eintritt?
  7. Ruhen deine Wünsche und Hoffnungen sowie deine Befürchtungen vielleicht auf Fehleinstellungen?
  8. Beruhen deine Wünsche, Hoffnungen, Befürchtungen vielleicht auf Fehlvorstellungen?
  9. Wie könnte solch eine Fehleinstellung bzw. Fehlvorstellung gestaltet sein?
  10. Wenn du Fehleinstellungen oder Fehlvorstellungen vermutest:
    1.     – Wie verhält es sich in Wirklichkeit?
    2.     – Welche Möglichkeiten gibt es zur raschen Klärung von Zweifeln?
  11. Was an Mitmenschen (mit diesen Qualitäten) erscheint dir angenehmem, liebens- und erstrebenswert?
  12. Was an den Mitmenschen (ohne diese Qualität), magst du nicht leiden, erscheint dir unangenehm, lehnst du ab oder hasst du gar?
    1.     – in welchem Grad sind die ihre einzelnen Eigenschaften und Fähigkeiten unangenehm?

Für Hartmut war der Anfang hart, er brauchte oft Zuspruch und Coaching. Aber schon nach etwa einem Monat (während dem er ganz bestimmt nicht täglich seiner „Morgenbetrachtung“ nachgegangen ist!), änderte sich seine Haltung: Er begann, die Dinge mit anderen Augen zu betrachten, sie viel leichter zu nehmen, und wir konnten seine „Forderungen an seine Zukunft“ zügig ausweiten.

Am Ende hatte Hartmut allein und ohne viel Coaching eine „Morgenbetrachtung“ aus 18 Sätzen, aus denen er am Morgen jeweils einen zum „Motto des Tages“ erkor, betrachtete und seinen Tag entsprechend gestaltete.

Seine Erfolge traten, oft zu seiner Verwunderung, ohne besondere Anstrengung ein, die er von früher gewohnt war. Bei Zusammenkünften war „lockerer“, viel flexibler in seinen Ansichten, und hinterließ insgesamt recht gelöste Eindrücke.

Was war der wesentliche Aspekt dieser „Therapie“? Hartmut hatte aufgehört, sich selbst als „unfähig“, als „beschränkt“, als „unwissend“ zu sehen, und hatte durch diese Arbeit die Gewissheit erlangt, dass es in jeder Situation eine Unmenge von Alternativen gibt., die er ergreifen konnte.

Oder in anderen Worten, dass „ich habe keine andere Wahl“ oder „ich kann nicht„, „ich bin (etwas anderes als das, was wahr ist)“  usw. nichts weiter als eine „selbst geschaffene Wahrheit“ ist, an die man in der Folge glaubt und die einem deshalb alle andere Wege versperrt.

Und letztlich war für ihn zur Gewissheit geworden: Erfolg ist eine Frage der Einstellung, nicht eine Frage der Umstände!

Helmut W. Karl
Copyright 2012

Eine Äußerung zu „Wichtige Ziele im Leben erreichen“

  • Hallo,

    Klasse Artikel den du hier geschrieben hast und der sicher einige Leute anregen, wird um sich näher mit den eigenen Sichtweisen auseinander zu setzen.

    Herzlichen Gruß

    Andreas

Ihre Äußerung

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