Wie man Ziele erreicht

Es ist interessant, wie viele Menschen sich scheuen, im Blog einen Kommentar abzugeben oder eine Frage zu äußern. Interessant insofern, weil ich viele Fragen per persönlicher eMail erhalten habe, die sich auf den Inhalt meiner beiden jüngsten Beiträge im Blog bezogen.

Erlauben sie mir eine persönliche Bitte: Die Blog-Software ist so gestaltet, dass jeder Leser zu jedem Beitrag eine Meinung oder Frage äußern kann. All das wird schön geordnet in einer Datenbank gespeichert und bei Aufruf angezeigt. Jede einmal gestellte Frage samt meiner Antwort darauf ist für jeden, der sich dafür interessiert, nachzulesen.

Vielleicht scheuen Sie sich, als Fragesteller (oder interessierte Person) von Dritten erkannt zu werden? Benutzen Sie einfach eine völlig neutrale eMail-Adresse und ein Pseudonym … niemand ist verpflichtet, seine Identität hier preis zu geben! Post an die benutzte eMail-Adresse sollte Sie aber erreichen, damit Sie informiert sind, wenn Ihre Frage beantwortet wurde.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Verständnis!

Die häufigste Frage betraf die Aussage im Absatz

Erinnern Sie sich, dass Sie jemals gewissermaßen als „Erkenntnis“ bei Einsicht eines Fehlers ausriefen „O Gott, was bin ich dumm!“? Wer denkt in diesem Augenblick daran, dass der Gedanke und die Aussage „ich bin …“ eine der stärksten Kräfte in der Welt der Beschlüsse und des Geistes ist?

Die wiederholt gestellte Frage lautete: „Ist es nicht normal, dass man sich dumm vorkommt, wenn man einen Fehler begangen hat?

Meine Antwort darauf lautet einfach: DIES steht hier nicht zur Debatte, sondern es geht um die Aussage „ich bin dumm“!

Hand aufs Herz: Sind sie wirklich dumm?

Sie werden etwas wie „natürlich nicht, aber ich war dumm, als ich den Fehler machte!“ sagen. Und darauf würde ich Ihnen antworten, nein, Sie waren nicht dumm, sie wussten es entweder nicht besser, oder waren mit ihren Gedanken wo anders, doch nicht bei der Sache. Die Tatsache, dass man eine neue Sicht von etwas erworben hat, kann kein Beweis dafür sein, dass man zuvor dumm gewesen wäre … man hatte bloß eine andere Sicht derselben Sache gewonnen.

Doch auch diese ganze Diskussion geht am Wesentlichen vorbei, und das ist die Aussage (bzw. das Bewusstsein) „ich bin …“ (was auch immer!) „Ich bin“ ist so ziemlich das höchste Bewusstsein, das wir als Menschen erreichen können. Und das Bewusstsein, jemand oder etwas zu sein, geht allem anderen voraus: Dem, was man auf welche Weise tut und dem, was man als Ergebnis seines Tuns hat.

Sich selbst als „dumm“ zu erklären ist im Grunde nichts weiter, als dass man in die Rolle jener schlüpft, die einst vorgaben, einen zu unterrichten und es liebten, jene für dumm zu halten, die ihren Unterricht nicht verinnerlichen. Sie zählen gewiss nicht zu den wahren Menschenfreunden.

Die zweit häufigste Frage betraf meine Haltung gegenüber Affirmationen, die ihm Absatz

Er berichtete mir etwas bedrückt, dass offenbar keine noch so gute „Affirmation“ (wie es von vielen Gurus empfohlen wird), irgend eine Wirkung für ihn erziele.

und

Es war etwas aufwendig, ihn zur Einsicht zu bringen, dass dies keine „Affirmation“ ist, sondern eine klare Definition seines Zieles.

zum Ausdruck kommt, und eigentlich nicht weiter dargelegt wurde.

Nun, Affirmationen sind eine Art „psychologischer Trick“, der in fast allen Werken, die mir untergekommen sind, den Leser auf eine falsche Spur setzt. Ich denke, dass dies jedem, der je systemisch zu denken gelernt hat und NICHT Psychologie in ihren verschiedensten Ausformungen studiert hat, rasch einleuchtet.

Der Mensch (also jeder von uns) ist nicht am stärksten, fähigsten, wendigsten und kreativsten, wenn er einem (wie auch immer geartetem) Programm folgt oder angepasst ist, sondern wenn er mit der Kraft eines freien Geist in völligem Gewahrsein eine Sache im JETZT betrachtet und entsprechend dem handelt, was er wahrnimmt.

Erfolg haben wir immer dann, wenn wir mit einer Sache so vertraut sind, dass wir sie in ihren vielfältigen Erscheinungsformen stets als das erkennen, was sie ist, und wenn wir stets die unserer Absicht am besten dienliche Entscheidung treffen und Handlung(en) setzen.  „Affirmationen“ in der üblichen Ausprägung helfen uns dazu in keiner Weise.

Der Unterschied  zwischen Affirmation und dem, was ich Hartmut geraten habe, liegt einfach in der Intention und im Ergebnis. Ich kann nicht wirklich sagen, was die Intention und das Ergebnis einer Affirmation ist. Aber ich kann recht genau sagen, was die Intention und das Ergebnis der empfohlenen „Befragung“ ist:

Hartmut wurde (und jeder, der es ehrlich versucht wird) dadurch mit den Aspekten seines Zieles vertraut. Er wird durch die Fragestellung (und die Haltung, dass er dem Fragesteller zu völliger Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit verpflichtet ist) veranlasst, sich mit dem, was sein Ziel für ihn wirklich bedeutet, gründlich auseinander zu setzen. Statt sich, (wie bei einer Affirmation) auf eine bestimmte Sache einzugrenzen, weitet sich sein Blick bei dieser Art der Kontemplation.

(Und nebenbei wird er am Ende dahinter kommen, dass die höchste Autorität, welcher er Aufrichtigkeit schuldet, er selbst ist!)

Natürlich will ich damit nicht sagen, dass eine Affirmation an sich solches nicht leisten könne, meine Beobachtung von sehr vielen „Affirmanten“ jedoch lehrt mich, dass ihre Lehrer ihnen nie wirklich beigebracht haben (oder selbst es nicht besser wussten), welchem Zweck die Affirmation dienen soll und wie sie angewandt würde, um ihn zu erreichen.

Umgekehrt habe ich die Erfahrung mit (zugegeben nicht ganz so vielen) Personen, die mit meiner Hilfe eine gewisse Vertrautheit mit ihren Zielen erworben haben. Das Ergebnis „es hat mir nichts gebracht“ war bestimmt nicht schlechter als 1 aus 30, während ich, außer bei Autoren und „Gurus“ kaum jemanden getroffen habe, der über die Wirksamkeit von Affirmationen überzeugt gesprochen hätte.

Und wir sollten bei dieser Diskussion bitte schön nicht aus den Augen verlieren, dass ich hier weder eine Sache (Affirmation) verurteilen, noch eine andere (Kontemplation) verteidigen möchte, sondern schlicht eine Erklärung liefern will, weshalb ich in meinem Beitrag primär vom Sein und vom Glauben (über sich selbst und über die eigenen Fähigkeiten) gesprochen habe.

Erst wenn man viele Aspekte einer Sache betrachtet hat, gewinnt man so große Vertrautheit mit ihr, dass man die Gewissheit gewinnt, immer eine Wahl zu haben. „Arm dran“ ist nur jener, der für sich (und seine Ziele) „keine Wahl“ sieht. Wer frei von Zweifel ist über die Vielfalt von Wahlmöglichkeiten, der wird kaum in eine Lage kommen, in welcher er „verzweifelt versucht“, etwas zu erreichen. Er wird recht- und frühzeitig nach einer besseren Wahl Ausschau halten und sie finden, WEIL er keinen Zweifel hegt, dass sie vorhanden ist.

Ich glaube, auch ich würde jemanden, der von einer Sache überzeugt ist und dennoch stur ihr Gegenteil sucht, für nicht ganz heil im Oberstübchen halten.

Die Erfahrung in unserer ach so Wissenschafts-gläubigen Zeit und Gesellschaft hat mich gelehrt, dass hinter jedem Versager zuerst ein Zweifler steckt … ein Zweifler an den eigenen Fähigkeiten, am eigenen Sein, an den eigenen Möglichkeiten und an weiß der Himmel was noch allem … Für den Zweifler  gibt es gewöhnlich nichts, woran er sich halten und was ihn stützen könnte. Wenn ihm aber auch noch die Fähigkeit genommen würde, sich ein Ziel zu setzen und davon zu träumen, dass er es erreichen könnte, dann haben wir nicht mehr einen Zweifler vor uns, sondern einen Toten.

Können wir ihn jedoch von Zweifeln beträchtlich befreien, dann wird er im gleichen Maße lebendiger und fähiger, seine Ziele zu erreichen. Und nach meiner persönlichen Erfahrung (nicht nur an mir selbst, sondern auch mit vielen Freunden) weiß ich, dass „Vertrautwerden“ und „Vertrautsein“ mit einem als persönlich für wichtig erachtetem Ziel viele Zweifel lindert und zwangsläufig Möglichkeiten eröffnet.

Mir liegt nichts daran, hier jemanden zu „missionieren“ oder „auf meine Seite zu ziehen“ … ich gebe nur meine Erfahrung wieder und überlasse es jedem, seine eigenen Urteile und Schlussfolgerungen zu ziehen. Und natürlich weiß ich auch, dass es nicht wenige Menschen gibt, die zu eigenem Urteil nicht (mehr) fähig sind und sich deshalb das Urteil anderer zu eigen machen und als ihr eigenes vertreten.

Für mich gilt auch als Gewissheit: Erfolg ist eine Frage der Einstellung, nicht eine Frage der Umstände!

Helmut W. Karl
Copyright 2012

2 Äußerungen zu „Wie man Ziele erreicht“

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